Byebye Flash Player Mobile. Adobe hat angekündigt, Flash für Smartphones und Tablets künftig nicht mehr weiter zu entwickeln. Ganz gestorben ist die Technologie Flash (derzeit Version 11.1) aber nicht: Adobe möchte sich in Zukunft auf Desktop Browser und die Plattform Air konzentrieren.

Was führte zur Abkehr vom mobilen Flash?

Mike Chambers, Produktmanager bei Adobe, macht u.a. die Fragmentierung in zig Spezifikationen verantwortlich. Zum Teil scheint das Problem aber auch hausgemacht. Adobe hat zu lange mit offenen Entwicklungen für den mobilen Markt abgewartet und sich auf Desktop-Lösungen verlassen.

Außerdem spielen Apples iPhone und iPad eine maßgebliche Rolle. CEO Steve Jobs war für seine ablehnende Haltung gegenüber dem Adobe Flash-Player bekannt und blockierte die Technologie für die Plattform iOS. Lange Zeit war Apple marktbestimmend in puncto mobile Devices.

Eigene Versäumnisse, wiederkehrende Sicherheitslücken plus die Blockaden von Apple, Opera und zuletzt auch Microsoft machten Adobe zu schaffen. Der Konzern will nun für interaktive Grafiken, Games, Musik und Videos die Entwicklung auf HTML5 forcieren, wie Vizepräsident Danny Winokur erklärt:

„HTML 5 läuft jetzt auf allen größeren mobilen Endgeräten, bei manchen als einziger Standard. Somit ist HTML 5 die beste Lösung, um Inhalte für Browser und mobile Plattformen darzustellen.“

Multimedia wird langfristig auf HTML 5 optimiert – native Anwendungen also, die ohne weitere Software wie dem Flash Player auskommen. Die detaillierte Stellungnahme zur neuen Strategie finden Sie unter „Flash to Focus“ auf dem Adobe Unternehmensblog.

von Christian Paavo Spieker | 15. November 2011