Orientierungslosigkeit der deutschen User

Nach den Ergebnissen einer Usability Studie des Markforschungsunternehmens eResult, tun sich die deutschen Online-Shop beim Einkaufen Nutzer schwer. An der Studie, an der 400 deutsche Internetnutzer teilnahmen, wurde das Nutzerverhalten und Gestaltung der nutzergerechten Webseiten untersucht.

Die Ergebnisse sind besonders erstaunlich, wenn man bedenkt, dass rund Zwei Drittel aller Bundesbürger gerne online shoppen.

Laut den Befunden aus der Studie sind sich die meisten nicht im Klaren, was verschiedene Menüfunktionen auf den Webseiten bedeuten.  So hat es sich im Laufe der Untersuchung ergeben, dass 45 Prozent der Nutzer die Funktion „Direktbestellen“, mit der man eine bestimmte Bestellnummer eines Produktes im Shop eingibt,  mit dem Warenkorb verwechselt.  14,8 Prozent glauben mit der Funktion „Direktbestellung“ zum Warenkorb zu navigieren und 20 Prozent aller Befragten waren überzeugt, dass sie damit zu allen im Warenkorb abgelegten Artikeln  gelangen.

Ausserdem besteht offensichtlich Unklarheit zwischen den Funktionen „Filtern“ und „Sortieren“. Fast 50 Prozent der Befragten User bringen beide Funktionen durcheinander, dabei steht „Filtern“ für Eingrenzung der Suchergebnisse, während „Sortieren“ die Produkte nach Preis oder Beliebtheit einordnet.

Die Studie hat zusätzlich gezeigt, dass obwohl die Mehrheit von 70 Prozent mit dem Begriff Web 2.0 was anfangen könnte, bleiben seine Funktionen, wie „Tagwolke“, „Trackback“ oder  „Social Bookmarking“ weitgehend unbekannt.

Es wurden nicht nur Problemfelder, sondern auch die Lösungsmöglichkeiten den Nutzern abgefragt. So würde es Vielen helfen, wenn der Menüpunkt „Direktbestellung“ kommentiert würde oder das Eingabefeld „Bestellnummer“ eingefügt würde.  Für 80 Prozent der Teilnehmer würden die Begriffe, wie „Suche verfeinern“ oder „Suche eingrenzen“ eine bessere Alternative zur Funktion „Filtern“ darstellen.

Das Fazit ist offensichtlich ernüchternd: die meisten deutschen Internetnutzer können wenig mit den wichtigen Funktionen und Anwendungen anfangen. Daraus folgt, dass diese entsprechend wenig genutzt werden, was letztendlich einer  Webseite schaden könnte. Die bessere Bezeichnung der einzelnen Menüpunkte könnte das Navigieren um einiges erleichtern, was die Nutzerfreundlichkeit und somit den Erfolg einer Webseite optimieren kann.