Amazon SEO: Leitfaden für ein besseres Ranking

Amazons erste Website
Wie alles begann: Amazons erste Website 1995.

Amazon SEO ist zurzeit in E-Commerce-Fachkreisen in aller Munde. Aktuellen Studien zufolge suchen mittlerweile mehr (Online-)Shopper auf amazon.de nach Produktinformationen als über Google. So hat die Untersuchung Cross-Channel im Umbruch – Das Informations- und Kaufverhalten der Konsumenten Vol. 7 des ECC Köln und des E-Commerce-Softwareunternehmens hybris ergeben, dass sich ein Drittel der Kaufinteressenten auf den Seiten von Amazon informiert – unabhängig davon, in welchem Online- oder auch stationären Shop der Kauf am Ende erfolgt. Google landet mit einem Anteil von 14,3 Prozent bei der Produktinformationssuche deutlich abgeschlagen an zweiter Stelle.

Angesichts dieser Entwicklung wird eine fundierte Marktplatzoptimierung (MPO) immer wichtiger. Wie bei Google wird auch beim Amazon SEO die Zielsetzung verfolgt, im Amazon Ranking auf den ersten drei Plätzen zu landen. Die Optimierungsmaßnahmen für die Amazon-Suchmaschine A9 basieren auf ähnlichen Prinzipien wie das Google SEO, es gibt aber auch gravierende Unterschiede. Grundsätzlich spielen auch bei der MPO OnPage- und OffPage-Faktoren eine Rolle. Relevanz als maßgebliches Kriterium ist eine weitere Gemeinsamkeit. Während bei Google jedoch das informative, lösungsorientierte Suchergebnis im Vordergrund steht, geht es bei der Amazon-Suche um den Kauf der besten, günstigsten Produkte. Wie Online-Händler ihre Produkte für den Algorithmus von Amazon effektiv optimieren, zeigt unser kompakter Leitfaden. 

OnPage-Optimierung: Die perfekte Produktbeschreibung

Amazon: Die perfekte Produktbeschreibung

Eine optimal aufbereitete Amazon-Produktseite punktet mit gutem, aussagekräftigem Content, den richtigen Keywords inklusive Synonymen sowie hochwertigem Bildmaterial. Oberste Zielsetzung muss stets sein, die Kaufwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Gleichzeitig ist auf eine lange Verweildauer und niedrige Absprungrate zu achten – diese Faktoren beeinflussen neben der Conversion ebenfalls das Amazon-Ranking. Im Mittelpunkt der Optimierungsmaßnahmen stehen:

  • Der Produkttitel: Mit maximal 200 Zeichen werden Brand und Produkt mit den zentralen Verkaufsargumenten und Keywords beschrieben. 
  • Die Bilder: Eine Auflösung von mindestens 1000 x 1000 und maximal 1500 x 1500 Pixel sowie möglichst viele gut erkennbare Details machen die Attraktivität eines Produktfotos aus. Besonders das erste Bild sollte diese Vorgaben erfüllen, da es in den Suchergebnissen erscheint. Es wird durch sechs bis acht weitere Abbildungen ergänzt.
  • Die Produktbeschreibung: Die Eigenschaften des Artikels werden mit relevanten Keywords ansprechend in einer klaren Struktur mit Zwischenüberschriften beschrieben. Ein aktiver, emotionaler Stil mit direkter Ansprache ist ebenso wichtig wie die Nennung der zentralen Verkaufsargumente und Alleinstellungsmerkmale. 
  • Die Aufzählung: Die Bullet Points informieren den potentiellen Käufer kompakt über die wichtigsten Produkteigenschaften. 5 Punkte stehen zur Verfügung und sollten auch ausgeschöpft und mit den wichtigsten Keywords versehen werden.
  • Schlüsselwörter in Seller Central: Den Reiter „Suchbegriffe“ in der Eingabemaske der Produkteinstellungen mit 50 Zeichen pro Zeile auszufüllen, lohnt sich – die Schlüsselwörter haben einen direkten Einfluss auf das Ranking. Keyword-Kombinationen mit Bindestrichen liest der A9-Algorithmus als „UND“. Zwischen die Keywords gehört lediglich ein Leerzeichen. 

Performance-Faktoren: CTR und Conversion verbessern

Neben der Steigerung der Relevanz für die jeweilige Suchanfrage ist eine Verbesserung der Klick- und Konversionsrate ein weiteres wichtiges Ziel der OnPage-Optimierung. Entscheidend dafür sind die Performance-Faktoren, mit denen sich steuern lässt, ob ein Produkt gekauft wird. Sie sind für Amazon, das von der Verkaufsprovision lebt, wichtiger als die Relevanz-Faktoren. Steigt die Verkaufsrate, steigt automatisch das Ranking. Online-Händler, die mit ihren Artikeln aus Sicht von Amazon punkten wollen, müssen ihr Augenmerk auf folgende Punkte richten:

  • im Marketplace konkurrenzfähiger Preis
  • positive, für andere Käufer hilfreiche Produktbewertungen
  • kontinuierliche Verfügbarkeit und schnelle Lieferzeiten
  • günstige Versandkosten
  • niedrige Retourenquote
  • gute Händlerbewertungen
  • hoher Amazon Bestseller-Rang 
  • korrekte Produktkategorisierung
  • Erscheinen in der Buy Box
  • Versand durch Amazon (Amazon Prime Logo)

OffPage-Optimierung: Rezensionen, Social Media und Affiliate

Im Google SEO ist mit OffPage-Optimierung in erster Linie der Aufbau von guten Backlinks gemeint. Beim Amazon SEO erfüllen die Produktbewertungen und Rezensionen ein Stück weit diese Funktion. Und wie bei Google führt auch hier eine Überoptimierung oder Manipulation zum Penalty. Von gefälschten Bewertungen ist dringend abzuraten. Eine ganz legale Möglichkeit, den Traffic auf den Amazon-Produktseiten zu erhöhen, ist die Teilnahme am Amazon Affiliate-Programm. Von einer bei Google gut rankenden Website wird via Affiliate der Absatz der Amazon Produkte erhöht. Auch über die sozialen Medien lässt sich mit effektiven Marketing-Maßnahmen sehr gut Traffic zu Amazon umleiten. 

Fazit: Wie bei Google SEO gibt es im Amazon SEO viele einzelne Stellschräubchen, die im Zusammenspiel das Ranking verbessern. Händler, die das Potenzial voll ausschöpfen, werden mit einer Umsatzsteigerung belohnt. Für die Erfolgsmessung stehen eigene Amazon-SEO-Tools zur Verfügung.

Die wichtigsten Optimierungsmöglichkeiten noch einmal in der Zusammenfassung sowie einige weitere nützliche Tipps, zeigt die Infografik von mediaworx: 

Amazon SEO Optimierung Infografik von Seocouch.de

Fragen oder Kommentare? Das One Team antwortet gerne.

2 Kommentare
  • Matthias
    Matthias schrieb am 19.11.2015, 14:01 Uhr

    Wie groß ist der Vorteil von Aufzählungen statt Prosa in der Produktbeschreibung?

    » Antworten
  • Claudia
    Claudia schrieb am 19.11.2015, 14:26 Uhr

    Da die Aufzählungen sehr prominent platziert sind und vom Nutzer zusammen mit dem Titel, den Bildern und dem Preis zuerst wahrgenommen werden, beeinflussen sie maßgeblich die Kaufentscheidung. Die Keywords in den Bullet Points beeinflussen zudem unmittelbar das Ranking - deshalb sollten immer alle 5 Punkte befüllt werden.

    » Antworten