Hybris nach der SAP-Übernahme: Was ändert sich?

Am 5. Juni gab der Walldorfer Softwarekonzern SAP die Übernahme von Hybris bekannt. Ab dem 3. Quartal wird das Schweizer Unternehmen sein Multikanal-Shopsystem als eigenständiger Teil des SAP-Konzerns vertreiben, sofern die kartellrechtliche Genehmigung erteilt wird. Die wichtigste Information für Kunden zuerst: 

Hybris nach der SAP-Übernahme

Hybris bleibt auch nach der Übernahme durch SAP als Standalone-Produkt erhalten und wird nicht in irgendeiner Form in die ERP- und CRM-Produkte der Walldorfer integriert. 

Die Lösung soll weiterhin in einer Miet- und in einer vor Ort installierten Version erhältlich sein. Analysten gehen davon aus, dass SAP die Hybris Suite an seine branchenführenden Unternehmensanwendungen anbinden wird.

Die Weiterentwicklung von Hybris dürfte nicht nur vom SAP-Kapital, sondern auch von den Technologien der Walldorfer profitieren. Namentlich genannt werden in einer Pressemitteilung von Hybris die In-Memory-Plattform SAP HANA, Analyse- und Cloud-Anwendungen sowie die Social-Software-Plattform SAP Jam. Dadurch wolle man „die Reichweite, den Umfang und die Leistungsfähigkeit der Commerce-Plattform von Hybris erheblich vergrößern und ... Innovationen im Bereich Kundeninteraktion über alle Kanäle hinweg anbieten.“

Im normalen Geschäftsalltag ändert sich für Hybris-Kunden nach derzeitigem Stand nichts. Das bestehende Management unter Leitung von Ariel Lüdi und Carsten Thoma führt auch künftig eigenständig die Geschäfte als Einheit innerhalb des SAP-Konzerns. Auch die Ansprechpartner im Vertrieb und im technischen Support bleiben gleich, bestehende Verträge werden unverändert übernommen.

Zumindest auf die rund 250 Technologie- und Servicepartner von Hybris sieht der Marktanalyst Forrester Research Veränderungen zukommen, da viele auch eng mit SAP verbunden sind. Während die Premium-Partner Erfolg im Hinblick auf das Anbieten von übergreifenden Lösungen haben dürften, werden sich E-Commerce-Nischenanbieter wohl schwerer tun. Fragwürdig ist den Marktforschern zufolge auch die Integration von Adobes CQ in Hybris. Bislang hat SAP keine Web Content Management-Plattform im Portfolio, durch die Übernahme von Hybris aber nun beste Chancen, entsprechende Technologien zu integrieren.

Entwickler können also gespannt sein, welche technischen Neuerungen die Übernahme der Hybris-Plattform beschert. Die Einbindung in den SAP-Konzern mit seiner globalen Reichweite und den umfassenden Ressourcen lässt auf einen Innovationsschub hoffen.

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