Canonical

Seit mit Googles Bourbon Update ein Duplicate Content-Filter in den Algorithmus Einzug hielt, führen gleiche oder sehr ähnliche Inhalte mit unterschiedlichen URLs im SEO zu Sichtbarkeitsverlusten. Besonders in Onlineshops lassen sich Doppelungen bei der Präsentation von Produkten jedoch kaum vermeiden. 2009 schuf die Einführung des Canonical Tags Abhilfe: Mit der Meta-Angabe lassen sich Duplikate im Quellcode so kennzeichnen, dass Suchmaschinen auf das Original verwiesen werden und nur diese kanonische URL in den SERPs erscheint. Die Kennzeichnung rel=“canonical“ gehört damit zu den grundlegendsten SEO-Maßnahmen, die jedoch häufig fehlerbehaftet ist. Falsche Konfigurationen sind nicht auf Anhieb ersichtlich.

SEO Best Practices für das Canonical Tag

Die empfohlene Vorgehensweise beim Setzen des Canonical Tags sieht folgendermaßen aus:

  • Immer prüfen, ob die Inhalte auf der Original- und den Duplikat-Webseiten tatsächlich weitgehend identisch sind. Liegt lediglich eine Themenverwandschaft vor, greift das Canonical Tag nicht.
  • Die kanonische URL muss tatsächlich erreichbar sind – es darf kein 404-Statuscode oder andere Fehlermeldungen vorliegen.
  • Im Code der kanonischen URL darf kein noindex-Meta-Tag gesetzt sein.
  • Das Canonical Tag lässt sich entweder im HTML Header oder im HTTP Header einbinden. Eine Variante genügt!
  • Es darf immer nur ein Canonical Tag pro Webseite zum Einsatz kommen. Die Referenzierung einer URL auf sich selbst (Self Canonical) ist durchaus sinnvoll.
  • Damit PDFs und Druckversionen von Webseiten nicht in den Sucherergebnissen erscheinen, empfiehlt sich das Setzen des Canonical Tags im HTTP Header.
  • Bei URL-Umzügen sollten im Zuge der 301-Weiterleitungen auch gleich die Canonical Tags konsolidiert werden.

Google Webmasters-Video: Matt Cutts erklärt das Canonical Link Element

Häufige Fehler vermeiden

Trotz Anwendung der oben genannten Best Practices kommt es immer wieder zu Fehlern beim Einsatz des Canonical Tags. Zu den häufigsten Problemen gehören:

  • Für fortlaufend paginierte Seiten, zum Beispiel Kategorieseiten in Shops, verweist das Canonical Tag ab Seite 2 immer auf die erste Seite. Dieser nicht korrekte Einsatz des Tags führt zu einer Nicht-Indexierung aller Seiten. Entweder kommt als kanonische URL eine Übersichtsseite mit allen Kategorien zum Einsatz oder die Attribute rel=“next“ und rel=“prev“.
  • Statt absoluter URLs kommen im Canonical Tag relative Angaben zum Einsatz. Besser ist die Nutzung des kompletten Pfades inklusive „http://“.  Schrägstriche am Ende der URL sowie das www am Anfang sollten entweder immer oder gar nicht verwendet werden.
  • Durch Copy and Paste von Code oder Plugins kommt es vor allem in Content Management Systemen schnell unabsichtlich zum mehrfachen Einsatz des Canonical Tags, dass dann komplett von Google ignoriert wird.
  • Das Setzen des Canonical Tags auf mobilen Seiten wird vergessen, wenn unterschiedliche URLs für die Mobile / Desktop Website existieren.

Fragen oder Kommentare? Das One Team antwortet gerne.

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