Google Bourbon Update

Am 20. Mai 2005 begann Google, das Update „Bourbon“ auszurollen, das als eine Art Vorlage für etliche weitere Updates diente. Die Aktualisierung des Algorithmus hatte die Zielsetzung, die Qualität der Suchergebnisse weiter zu verbessern. Neben der Verbannung von Spamseiten aus dem Index richtete der Suchmaschinengigant den Blick erstmals auf Duplicate Content und bewertete ganze Internetpräsenzen (Domain) und nicht nur die Einzelseiten.

Qualität der Backlinks

Im Kampf gegen Seiten, die gegen die Google Webmaster-Richtlinien verstoßen, richtete sich das Bourbon Update gegen minderwertige Backlinks. Dazu zählt Google

     

  • Links ohne thematischen Bezug, die womöglich noch in einem für die Nutzer nicht sichtbaren Bereich gesetzt sind;
  • viele Links schwacher Seiten, die auf eine Webseite mit starkem Trust verweisen und somit auf Linkkauf oder -tausch schließen lassen;
  • Links aus Linknetzwerken eines Betreibers, die als Spam oder interne Verlinkungen gewertet werden.
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Matt Cutts definiert im Google Webmasters Video gekaufte Links

Duplicate Content Filter

Identischer oder fast gleicher Content auf verschiedenen Seiten einer oder unterschiedlicher Domains wertet Google als Versuch, das Ranking künstlich zu beeinflussen. Nach dem Bourbon Update identifizierte die Suchmaschine sowohl doppelte Texte als auch Bilder besser und sortierte entsprechende Seiten aus dem Index aus.

Negative Effekte des Updates und Kritik

Das Update steigerte die Relevanz der Suchergebnisse nachhaltig, hatte aber auch negative Auswirkungen. So fanden sich alte, nicht gepflegte Seiten weiter oben als aktuelle. Auch dauerte die Indexierung sehr lange, so dass sich erst nach Wochen wieder alle Suchergebnisse fanden. Webmaster kritisierten zudem die ungerechtfertigte Kennzeichnung als Duplicate Content: So seien die kopierten Seiten im Ranking gestiegen, während die Originale zurückfielen.


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