hreflang-Attribut

Damit mehrsprachige Webseiten in den internationalen Suchergebnissen korrekt erscheinen und kein Duplicate Content entsteht, müssen SEOs bei der technischen Umsetzung einiges beachten. Am wichtigsten ist der korrekte Einsatz des hreflang-Attributs. Existieren Webseiten in unterschiedlichen Sprachversionen, sorgt eine Auszeichnung mit dem Attribut rel=“alternate“ hreflang=“x“ dafür, dass Google den Nutzern die geografisch passende Version zur Verfügung stellt.

Einsatz des hreflang-Markups

Google empfiehlt die Verwendung des hreflang-Attributs, wenn eine Webseite

     

  • gleiche Inhalte in verschiedenen Sprachen,
  • Inhalte in einer einheitlichen Sprache, aber mit regionalen Abweichungen
  • oder Inhalte in der gleichen Sprache, aber mit unterschiedlichen Template-Elementen (Navigation, Fußleiste etc.) ausgibt.
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Durch die hreflang-Auszeichnung erkennt Google die internationale Ausrichtung einer Website und verknüpft bestimmte Inhalte beziehungsweise URLs mit der relevanten Zielgruppe. Die Suchmaschinennutzer aus Land A erhalten in den SERPs die URL mit Sprache A angezeigt, die Nutzer aus Land B die Sprache B. Für die Länder- und Spracherkennung zieht Google neben dem hreflang-Markup weitere Signale heran wie die Top Level Domain des Landes, den Serverstandort oder die Einstellungen in den Webmaster-Tools.

Video: Google Best Practices für mehrsprachige Webseiten

Korrekte Implementierung

Die hreflang-Auszeichnung lässt sich auf drei verschiedenen Wegen einbinden: Als HTML Link-Element in der Kopfzeile einer Seite, in der Sitemap oder in einer HTTP-Kopfzeile. Existiert zum Beispiel neben einer deutschen Seite ein englisches Pendant, ist das Markup folgendermaßen zu implementieren:

  • HTML-Header: <link rel="alternate" hreflang="en" href="http://domain.de/en" />
  • Sitemap:
    <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
    <urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9"
      xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml">
      <url>
        <loc>http://www.domain.de/en/</loc>
        <xhtml:link rel="alternate" hreflang="de"
            href="http://www.domain.de/de/" />
        <xhtml:link rel="alternate" hreflang="en"
            href="http://www.domain.de/en/" />
      </url>
    </urlset>
  • HTTP-Header: <http://domain.de/en />; rel="alternate"; hreflang="en"

Wichtig: Die Sprachversionen müssen untereinander referenziert werden, damit Google die internationale Architektur der Website versteht. Es sind also auf jeder URL alle Sprachversionen anzugeben, auch jene der markierten Seite selbst. Die Sprachangabe muss dem ISO 639-1 Format entsprechen, die Regionskennung dem ISO 3166-1 Alpha 2 Format. Letztere kommt zum Einsatz, wenn mehrere Regionalversionen einer Seite zu unterscheiden sind: "en-au" (australisches Englisch) und "en-gb" (britisches Englisch) zum Beispiel. Alternativ lässt sich als Wert "x-default" verwenden, damit Google eine Seite anzeigt, für die es keine andere Sprachversion gibt – etwa die "en" für das überregionale Englisch.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Durch die Verwendung des hreflang-Attributs rankt eine Seite zwar nicht direkt besser, aber die Usability und Zielgruppenansprache wird optimiert. Besonders internationale Onlineshops profitieren davon durch eine höhere Conversion Rate. Voraussetzung ist eine korrekte Einbindung des hreflang-Attributs, die sich in den Webmaster-Tools überprüfen lässt. Stimmt der Code nicht, findet sich hier eine entsprechende Fehlermeldung. Um internationale SERPs für bestimmte Länder zu prüfen, lässt sich beispielsweise für Großbritannien folgender Suchparameter verwenden: http://www.google.co.uk/search?hl=en&gl=uk&pws=0&q=domain. pws=0 dient der Anonymisierung. Oder mit dem OneProSeo.com Google Sprach Simulator Tool.Die Anpassung der Crawling-Konfigurationen des Googlebots bezüglich der Gebietsschemata Ende Januar 2015 ändert übrigens nichts an der Best Practice, für jede Sprachversion eine eigene URL mit der hreflang-Kennzeichnung zu verwenden.

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SEO Tipp zu HREF Lang von Christian Paavo Spieker

  1. Alle vier Tage wird der hreflang Status in Google Webmaster Tools aktualisiert (Menü: Suchanfrage / Internationale Ausrichtung). Hier sollte ein permanentes Monitoring durch den SEO erfolgen. Ein Fehler in den hreflang Tags kann ein ganzes Projekt gefährden.
  2. Wird oft vergessen: Es ist auch möglich die hreflang über die XML Sitemaps zu setzten. Dies sollte aber nur erfolgen, wenn das Shopsystem oder die Entwickler nicht in der Lage sind es OnSite zu lösen. hreflang sollte nicht OnSite und über SITEMAPS ausgegeben werden. Weiter Infos von Google
  3. <xhtml:link rel="alternate" hreflang="de" href="http://www.ihremusterdomain.de/deutsch/" />
  4. Ich empfehle auch folgende HREFLANG Extension

 

 


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1 Kommentar
  • Christian Paavo Spieker
    Christian Paavo Spieker
    schrieb am 09.11.2015, 15:15 Uhr

    Wenn für Alle Sprechversionen und Regions IDs ein HREFLANG (Oder x-deafault) vorhanden ist, ist ein CANONICAL überflüssig.

    » Antworten