HTTP-Statuscodes in der Suchmaschinenoptimierung

Geht ein menschlicher Nutzer per Browser auf eine Webseite oder crawlt ein Suchmaschinen-Bot eine Internetpräsenz, beantwortet der Webserver die Anfrage mit einer dreistelligen Zahl, dem HTTP-Statuscode. Die Information signalisiert dem Client, ob die Anfrage beantwortet werden kann oder die gewünschten Daten nicht verfügbar beziehungsweise an anderer Stelle zu finden sind. Im Onpage-SEO trägt der korrekte Einsatz von Statuscodes zur Seitenoptimierung bei, indem etwa Crawling-Fehler und somit Sichtbarkeitsverluste vermieden werden.

HTTP-Statusklassen

Die erste Ziffer des Codes gibt Auskunft über die Statusklasse, der ein HTTP-Code angehört. Die wichtigsten Klassen sind:

     

  • 1xx: Information, dass die Anfrage läuft.
  • 2xx: Anfrage erfolgreich, Verarbeitung erfolgt. Am häufigsten sendet der Server den Code 200 (OK) gleichzeitig mit den gewünschten Daten.
  • 3xx: Die Anfrage erfordert weitere Aktionen durch den Client. Gängig ist vor allem die Weiterleitung.
  • 4xx: Client-seitige Fehler wie fehlende Berechtigungen oder nicht gefundene Ressourcen.
  • 5xx: Server-seitige Fehler, beispielsweise aufgrund von Überlastung oder Wartungsarbeiten.
  • 9xx: Proprietäre Codes, die auf Netzwerkfehler hinweisen.
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Eine ausführliche Übersicht aller Status Codes in diesen Klassen liefert das World Wide Web Consortium auf w3.org.

Google Webmasters-Video: Crawling-Fehler finden und beheben

HTTP-Status Codes prüfen

SEOs und Webmaster sollten die Statuscodes ihrer Webseiten regelmäßig prüfen, um Suchmaschinen ein optimales Ergebnis zu präsentieren und die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Das gilt insbesondere für Onlineshops, in denen sich der Warenbestand ständig ändert und häufig Fehlerseiten auftreten. Welche Status Codes die eigene Seite ausgibt, lässt sich mit spezieller Software, Browser-Add-Ons oder Online-Tools überwachen. In den Google Webmaster Tools gibt die Auflistung der Crawling-Fehler Auskunft über den Seitenstatus.

SEO-Relevanz der Codes 301, 404 und 410

Für die Suchmaschinenoptimierung sind vor allem die Fehler der Klassen 3 und 4 maßgeblich. Weiterleitungen mit dem HTTP-Statuscode 301 verhindern Sichtbarkeitsverluste nach Domainwechseln oder URL-Restrukturierungen. 404-Antworten (nicht gefunden) sollten weitestgehend minimiert oder zumindest benutzerfreundlich gestaltet sein. Alternativ ist die Verwendung des Codes 410 möglich, um Ressourcen schnell aus dem Index zu entfernen.


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