Siloing: Bessere Relevanz bei Google und User

Bessere Relevanz bei Google und User durch Siloing
Bessere Relevanz bei Google und User durch Siloing

Ohne Struktur bringt der beste Inhalt einer Website nichts – das gilt für Leser und erst recht für Suchmaschinen-Bots. Erkennen Google und Bing beim Crawlen einer Site nicht, worum es primär geht, kann ein Keyword nicht optimal ranken. Um den Content in einem themenspezifischen Rahmen darzustellen, organisieren SEOs ihn nach der Siloing-Methode. Sie bilden über mehrere Seiten hinweg Themenschwerpunkte (Silos) und stärken den PageRank durch eine clevere interne Verlinkung.

Gliederung und interne Verlinkung (Virtual Siloing)

Der erste Schritt beim Siloing ist eine sinnvolle thematische Gliederung der Website. Die Themen müssen Relevanz für das Keyword haben und sauber voneinander abgegrenzt sein. Nur so können die Bots die wesentlichen Kernaussagen der Website rund um ein Keyword identifizieren. Die gezielte Seitenverlinkung innerhalb eines Themen-Clusters ist ein weiteres starkes Signal für Google & Co., dass der Content hohe Relevanz besitzt und echte Expertise zu einem Thema liefert. Durch die Verknüpfung themenverwandter Seiten werden die Landingpages der jeweiligen Silos gestärkt und es entsteht interne Linkpower. Indem Unterseiten stets auf ihre Silo-Landingpage verlinken, aber nie mit Unterseiten anderer Silos verknüpft werden, entsteht für die Crawler durch das Verfolgen der Links eine klare Struktur.  

Verzeichnisstruktur und Kategorien (Physical Siloing)

Neben dem virtuellen Siloing durch die Linkstruktur ist die Verzeichnisstruktur maßgeblich für die Organisation einer Website. Die URL spiegelt im Idealfall ein Ordnungssystem wider, dass die Themen wie in beschriftete Schubladen beziehungsweise physikalische Silos einsortiert. Die URL www.urlaub.de/balearen/mallorca/alcudia.htm beispielsweise zeigt durch die stringente Kategorisierung auf Anhieb, worum es geht. Jede Seite ist dabei ganz klar einer Kategorie und einem Verzeichnis zugeordnet, niemals mehreren.   

Vorgehensweise beim Siloing

Was ist die beste Vorgehensweise beim Siloing? Gerade bei umfangreichen Websites und Shops ist die Sortierung gar nicht so einfach und der Wald ist vor lauter Bäumen schwer erkennbar. Grob umrissen, sind folgende Schritte ein erfolgversprechender Weg:

  • Hauptthemen der Website in Abgleich mit den Ergebnissen der Keyword-Recherche identifizieren;
  • Siloing-Strategie festlegen: Verzeichnisstruktur + interne Verlinkung oder nur Virtual Siloing?
  • Linkstruktur ausarbeiten und mindestens je fünf Unterseiten pro Themen-Silo anlegen;
  • die Silo-Landingpages und -Unterseiten mit hochwertigem, keywordrelevantem Content veröffentlichen und sinnvoll intern verlinken.
Klare Strukturen mit Siloing
Klare Strukturen mit Siloing

Google Patent: Gewichtung von Links beim Ranking

Eine optimale interne Verlinkung ist bei großen Projekten eine entscheidende Maßnahme für den Erfolg im SEO. Hier lässt sich sehr viel Linkjuice generieren oder eben auch verlieren. Eine einfache Faustregel lautet: „Häufig von den Usern geklickte Links sind die besten.“ Welche Links aus Nutzersicht attraktiv sind, zeigt ein Blick auf das Google Patent „Ranking documents based on user behavior and/or feature data“. Das Dokument beschreibt detailliert, wie der PageRank funktioniert – im Grunde handelt es sich um nichts anderes, als die modellhafte Simulation des Klickverhaltens eines durchschnittlichen Users. Einige Links werden dabei eher angeklickt als andere. Beim Crawlen einer Seite analysiert und gewichtet der Google-Bot zahlreiche Faktoren, die den User bei seiner Entscheidung für oder gegen ein Anklicken beeinflussen. Vier Bereiche sind dabei wichtig:

  1. Linkspezifische Faktoren wie zum Beispiel Schriftgröße, Farbe, Wörteranzahl und Kontext des Anchors, Position des Links auf der Seite und in einer Liste beziehungsweise Aufzählung, Art des Links (Text, Bild), linkverwandte Themencluster, Linkziel.
  2. Quellspezifische Faktoren wie die URL des Quelldokuments, verknüpfte Websites, Linkanzahl, Wortwolke, verwandte Themencluster.
  3. Zielspezifische Faktoren wie die URL des Zieldokuments, verknüpfte Websites, ob sich die Ziel-URL auf demselben Host / derselben Domain befindet wie die Quell-URL.
  4. Verhaltensspezifische Faktoren wie die Art der Interaktion von Nutzern auf einer Website, Sprache und Interessen der Nutzer, wie häufig Links ausgewählt bzw. ignoriert werden etc.

Das Patent beschreibt eine Reihe weiterer Kriterien, die in den PageRank einfließen. Kluge SEOs verwenden das Modell als detaillierte Anleitung für die interne Verlinkung und holen so den optimalen Linkjuice ab. 


Fragen oder Kommentare? Das One Team antwortet gerne.

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