Trailing Slash im SEO

Unscheinbar, aber mitunter wirkungsvoll: der Schrägstrich am Ende einer URL macht aus SEO-Sicht durchaus einen Unterschied. Grundsätzlich verdeutlicht der Trailing Slash lediglich, dass es sich um ein Verzeichnis handelt. Fehlt er, weist dies auf eine Datei hin. In der Suchmaschinenoptimierung hat das Setzen des Schrägstrichs weitreichende Konsequenzen: Gibt es dieselbe URL einmal mit und einmal ohne Trailing Slash, indexiert der Crawler beide Seiten gleichermaßen und wertet sie gegebenenfalls als Duplicate Content, was zu Rankingverlusten führt.

Duplicate Content und Kannibalisierung ausschließen

Aus SEO-Sicht ist es also unbedingt zu vermeiden, dass der gleiche Content unter verschiedenen URLs abrufbar ist. Ein Worst-Case-Szenario wäre beispielsweise die parallele Existenz folgender URLS mit demselben Inhalt:

  • http://beispiel.de/inhalt
  • http://beispiel.de/inhalt/
  • http://beispiel.de/inhalt//

Neben dem Duplicate-Content-Problem resultiert hieraus auch eine Aufteilung des Traffics auf mehrere Seiten, was ein gutes Ranking durch die gegenseitige Kannibalisierung zusätzlich erschwert. Auch die Linkpower der Backlinks leidet unter der Aufspaltung.

Matt Cutts zum Thema Trailing Slashes

Verschiedener Content: für Google ok, aber nicht für den User

Wie sieht die Sache aus, wenn unter den URLs mit und ohne Schrägstrich abweichender Content abrufbar ist? Im Bezug auf die Indexierung ist das zwar unproblematisch, aber die User Experience leidet. Google empfiehlt daher, keine Verwirrung zu stiften und auf solche Konstellationen zu verzichten.

301-Weiterleitungen und Canonicals verwenden

Existieren mehrere URL-Varianten mit und ohne Trailing Slashes, wie es häufig bei Onlineshops der Fall ist, empfiehlt sich eine dauerhafte Weiterleitung per Statuscode 301 auf eine Version, um eine mehrfache Indexierung zu vermeiden. Alternativ kann das Canonical Tag zum Einsatz kommen.

Bei den Root URLs ist der Trailing Slash irrelevant. Der Schrägstrich wird vom Webserver meist automatisch angehängt und eine Weiterleitung eingerichtet. Suchmaschinen unterscheiden dementsprechend nicht zwischen http://beispiel.de und http://beispiel.de/. Hier kann Matt Cutts zufolge lediglich ein kleiner Geschwindigkeitsverlust durch die Weiterleitung auftreten.

Die bevorzugte Version sollte konsequent bei allen internen Verlinkungen verwendet werden. Die Konsistenz der 301-Weiterleitungen lässt sich in den Google Webmaster Tools überprüfen.


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