Web Components und JSON-LD

Um eine Webseite mit neuen Funktionen auszustatten, mussten Entwickler bislang den steinigen Weg über Javascript-Bibliotheken gehen. Jedes Plugin ist anders, von Einheitlichkeit oder Wiederverwendbarkeit keine Spur. Die 2013 eingeführten Web Components bieten einen neuen Ansatz, der künftig vieles einfacher macht. Mithilfe der Technologie lassen sich HTML-Elemente mit CSS, Javsascript und Markup beliebig gestalten und isoliert in die Seite laden. Mit neuen HTML-Gestaltungsmitteln wie den Custom Elements werden die Darstellung und das Verhalten der Web Components gesteuert. Die W3C-Standardisierung ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber mit der Google Bibliothek „Polymer“ lassen sich die Webkomponenten bereits nutzen.

Google Developers-Video: Präsentation über Web Components von der Google I/O 2014

Webseiten werden einfacher und flexibler

Das Datenformat JSON-LD ist die perfekte Ergänzung zu den Web Components. Es kommt bei der Implementierung strukturierter Daten als Snippet im Quellcode gemäß der schema.org-Markups zum Einsatz. Auch Custom Elements lassen sich für jede Auszeichnung erstellen. In einem Post im Webmaster-Zentrale Blog beschreiben Google-Mitarbeiter folgendes Einsatzszenarium: „Eure Architektur würde dann so aussehen: Eure strukturierten Daten sind in eurer Datenbank gespeichert, zum Beispiel die Standorte eurer Niederlassungen in eurer Kette. Diese Daten sind als JSON-LD-Snippet in eurer Webseite eingebettet, sodass sie vom ‚Custom Element’ zur Anzeige für ‚echte’ Besucher und vom Googlebot zum Abruf für die Google-Indexierung genutzt werden können.“

Bedeutung im SEO

Für die Suchmaschinenoptimierung können die Web Components und JSON-LD somit einige Erleichterungen bringen. Dem Google-Bot fällt das Crawlen und Verstehen einer Webseite leichter und die Performance wird insgesamt durch weniger Konflikte zwischen Scripts verbessert. Die notwendigen Technologien für die Web Components werden in den nächsten Jahren voraussichtlich in die Browser implementiert. Google Chrome ist in dieser Hinsicht Vorreiter und erfüllt in der Version 4.x bereits die meisten technischen Voraussetzungen.


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