Wordpress SEO in 9 Schritten

WordPress SEO in 9 Schritten

Das erfolgreiche Open Source CMS WordPress eignet sich perfekt für den professionellen Einsatz zur Erstellung und Verbreitung von hochwertigem Content. WordPress ist eine klasse technische Basis für erfolgreiches Content-Marketing, da es sich auch hinsichtlich SEO perfekt optimieren lässt und eine weite Bandbreite an SEO-Features bereitstellt. Um alle eure Webseiteninhalte für Google und andere Suchmaschinen aufzubereiten, solltet ihr folgende Punkte beachten und die Einstellungen direkt in WordPress oder über Plugins vornehmen.

Schritt 1: Inhalte

Schritt 1: Inhalte

Qualitative Inhalte sind das Wichtigste für die WordPress Suchmaschinenoptimierung, denn mit kopierten oder hastig zusammengeschriebenen Mehrzeilern beeindruckt ihr weder Leser noch Suchmaschine. Gestaltet eure Beiträge lösungsorientiert, multimedial und

  • strukturiert den Inhalt nach logischen Mustern
  • verwendet dafür Zwischenüberschriften,
  • bindet Bilder und Grafiken ein und/oder ein passendes Video
  • und natürlich Aufzählungen oder Listen wie diese hier. ;-)

Nachdem ihr gute Inhalte auf eurer Seite habt, prüft ihr die nächsten Punkte und stellt sicher, dass Suchmaschinen eure Seite korrekt verstehen und euch WordPress im SEO keinen Strich durch die Rechnung macht.

Meta Title und Description

Betrifft: Click-Through-Rate (CTR) in den Suchergebnislisten (SERP)

Standardmäßig hat ein Title idealerweise 55 und eine Meta-Description 155 Zeichen. Da aber Wordpress gerne noch das Datum dazu packt, solltet ihr die Description auf maximal 141 Zeichen beschränken.

Deshalb gilt: Description zwischen 100 und 141 Zeichen inklusive Call-to-action. Und ein aussagekräftiger Title sollte maximal 58 Zeichen haben.

Lösung: WordPress SEO by Yoast

Seiten, Beiträge und Kommentare

Betrifft: Content-Qualität, Keyword-Dichte

Für die Erstellung eurer Inhalte verwendet ihr viel Zeit, definiert Schlüsselwörter und Themenbereiche. Das Ergebnis ist ein fein abgestimmter Inhalt aus vielen Teilen. Mit Kommentaren in eurem Blog fördert ihr zwar den Austausch mit den Lesern und könnt andere Sichtweisen entdecken, aber die Keyword-Dichte und der Themenfokus verschieben sich durch die Kommentare. Euer Content-Konstrukt kann aus den Fugen geraten. Joost de Valk hat sich unter anderem deswegen dazu entschieden, die wichtigsten Artikel als Seiten statt Beiträge zu veröffentlichen und auf Kommentare zu verzichten:

“Comments destroy your carefully constructed keyword density. That’s why we decided to make our most important articles into pages. ”

Deshalb überlegt gut, ob ihr Kommentare unter allen euren Beiträgen zulasst und ob ihr manche Artikel als Beiträge, oder doch besser als Seiten veröffentlicht.

WordPres SEO Video





WordPress ist eine gute Basis um unsere Seiten für Suchmaschinen auffindbar zu machen. Die verschiedenen Bereiche des technischen SEO und die dazu passenden Einstellungen, (kostenfreien) Plugins und/oder Codezeilen werden uns in diesem Vortrag vorgestellt. Zum Abschluss erhalten wir zwei Strategien, wie wir unsere bisherigen Inhalte verbessern und neue Leser gewinnen.

Schritt 2: Archive

Schritt 2: Archive

Die Standard-Beitragsübersicht ist für sich genommen ein chronologisches Archiv eurer Beiträge. Datums- und Autorenarchive führen hier schnell zu Duplicate Content Problemen:

Datumsarchive

Betrifft: thin content

Da die Beitragsliste alle eure Beiträge beinhaltet, ist ein Monatsarchiv ein Filter, der nur einen Auszug aus der Beitragsliste beinhaltet. Aus Sicht von euren Lesern (und den Suchmaschinen) sind diese Filterseiten wenig relevant. Oder wann habt ihr das letzte Mal nach „WordPress SEO Tipps März 2013“ gesucht?

Empfehlung: Datumsarchive deaktivieren oder per noindex von der Indexierung ausschließen.

Lösung: WordPress SEO by Yoast

Autoren-Archiv

Betrifft: duplicate content

Autorenarchive sind nur auf Seiten mit mehreren Autoren sinnvoll. Denn wenn ihr alleine für eure Seite schreibt – oder alle Beiträge unter einem Autorennamen veröffentlicht – sind das Autorenarchiv und eure ungefilterte Beitragsliste identisch. Aus Sicht der Suchmaschine ein klarer Fall von Duplicate Content.

Empfehlung für Seiten mit einem Autor: Autorenarchiv deaktivieren oder per noindex von der Indexierung ausschließen.

Lösung: WordPress SEO by Yoast

Schritt 3: Paginierung

Schritt 3: Folgeseiten & Paginierung

Betrifft: near duplicate content, interner Wettbewerb

Aus Gründen der Ladezeitoptimierung und Usability begrenzt WordPress die Anzahl an Beiträgen je Seite auf zehn. Ihr könnt diesen Wert über die Einstellungen unter dem Punkt Lesen abändern, oder mit Funktionen wie Lazyload endlos lange Listen mit akzeptablen Ladezeiten erstellen. Die Regel sind weiterhin Links am Ende der Seiten, mit Vor- und Zurück-Funktion, oft auch mit Seitenzahlen zum Klicken.

Die Folgeseiten sind über eigene URLs erreichbar und stehen im Wettbewerb zueinander. Besser ihr definiert für die Suchmaschinen klar, welche Seite indexiert werden soll. Dazu hat sich bewährt, die Folgeseiten per Canonical auf sich selbst verweisen zu lassen und auf „noindex,follow“ zu setzen.

Ideal ist hier die korrekte Paginierung mit rel=“next“ und rel=“prev“ im <head>-Bereich, die auf jeder Seite auf die vorherige und darauf folgende Seite verlinkt. Damit gebt ihr den Suchmaschinen zu verstehen, dass es sich bei den Seiten um eine, über mehrere Seiten ersteckende, Liste handelt.

Lösung: WordPress SEO by Yoast, WP Page Navi


Schritt 4: Kategorien

Schritt 4: Kategorien und Schlagworte

Betrifft: Duplicate Content, near duplicate, thin content

Über Kategorien und Schlagworte lassen sich eure Artikel thematisch gruppieren. Eine Kategorie solltet ihr nie so benennen wie ein Schlagwort, weil sich daraus Duplicate Content ergibt. Achtet daher bei der Erstellung darauf, dass ihr jeweils unterschiedliche Begriffe, am besten Begriffe aus unterschiedlichen Themen-Ebenen, verwendet (Beispiel im nächsten Absatz). Andernfalls sind die Ergebnisseiten der Schlagworte und der Kategorien identisch, und weder für eure Leser noch für Suchmaschinen ergeben sich daraus Vorteile. Achtet zudem darauf, bestehende Schlagworte zu verwenden und nicht für jeden Artikel neu zu schreiben. Denn andere Schreibweisen, die nur auf einen Artikel zutreffen, führen zu thin content-Seiten.

Am Beispiel SEO könntet ihr die groben Kategorien „OnPage“, „OffPage“ und „Konferenzen“ erstellen, und die einzelnen Beiträge, wenn inhaltlich passend, mit den Schlagworten „Google“, „YouTube“, „Yandex“, „Video SEO“, „Local SEO“, „Bildersuche“ usw. verschiedenen Themen zuordnen. Eure Leser erhalten mit einem Klick alle Beiträge, die das jeweilige Themenfeld behandeln.

Ob ihr eure Schlagwort- und Kategorienseiten auf „index,follow“ oder „noindex,follow“ setzt, entscheidet ihr anhand dem Fokus und Anzahl der Artikel. Gleichen sich Start- und Kategorienseite zu sehr, weil ihr viel über „OnPage“ SEO geschrieben, und gleichzeitig die anderen Kategorien nur spärlich befüllt habt: „noindex,follow“. Andernfalls habt ihr ein Problem sowohl mit duplicate content (Startseite und Kategorieseite „OnPage“) als auch mit thin content (Kategorienseiten „OffPage“ und „Konferenzen“).

Ähnlich geht ihr bei den Schlagworten vor. Wenn ihr erst wenige Beiträge erstellt habt und die Schlagwort-Seiten erst einen, eventuell sogar den gleichen Beitrag anzeigen: „noindex,follow“. So vermeidet ihr duplicate und thin content.

Bevor ihr die Kategorien und/oder Schlagworte für die Indexierung freigeben möchtet, pflegt ihr Meta-Title und -Description. In WordPress ruft ihr dazu im Backend die einzelnen Kategorien oder Schlagworte auf.

Lösung: WordPress SEO by Yoast, Automatic Post Tagger

Schritt 5: URL-Struktur

Schritt 5: URL-Struktur und Permalinks

Betrifft: unsaubere URLs

WordPress erstellt standardmäßig unschöne URLs mit Parametern wie beispielurl.de/?p=123. Über Einstellungen > Permalinks könnt ihr die URLs einfach an eure Vorstellungen anpassen. Für eure Leser und Suchmaschinen haben sich natürlich lesbare URLs bewährt, die den Seiteninhalt bereits in der URL kommunizieren und Suchbegriffe enthalten. Oder worauf klickt ihr lieber?

  • beispielurl.de/onpage/wordpress-seo/
  • beispielurl.de/?p=123

In diesem Beispiel verwenden wir die Kategorie als Teil der URL-Struktur, da sie weitere Informationen zum Seiteninhalt kommuniziert. Wenn ihr euch für diese URL-Struktur entscheidet, solltet ihr die Artikel immer nur einer Kategorie zuordnen, da sie sonst über zwei oder mehrere URL aufrufbar sind. Zwar setzt WordPress automatisch Canonicals und verweist auf die zuerst angewählte Kategorie (daher kein Problem mit DC), generell solltet ihr aber eure Kategorien und Seitenstruktur so wählen, dass jedem Beitrag klar in eine Kategorie gehört.

Aus zwei Gründen raten wir von der Verwendung des Datums in der URL ab:

  1. landen eure Beiträge so in einer unnötig tiefen Verzeichnisebene und können die darüberlegenden Verzeichnisse nicht ausreichend stärken: beispielurl.de/2015/10/01/wordpress-seo/
  2. bleibt das Datum in der URL bestehen, wenn ihr den Artikel zu einem späteren Zeitpunkt aktualisiert. Die URL suggeriert dann einen alten (längst überholten) Artikel.

Lösung: WordPress Einstellungen > Permalinks

Canonicals

Betrifft: duplicate content

Wenn ihr mit Affiliates zusammenarbeitet oder eure Marketingmaßnahmen per UTM-Code überwacht, entstehen Parameter-URLs wie diese hier:

http://beispielurl.de/artikel/?utm_source=andereseite&utm_medium=banner&utm_campaign=gutschein

Solche Parameter-URLs landen viel zu häufig in den Ergebnislisten der Suchmaschinen und stehen im Wettbewerb zu den originären Seiten ohne Parameter. Die Lösung sind Canonicals, die im <head>-Bereich einer Seite für Suchmaschinen die bevorzugte Version verlinken. Für unser Beispiel sieht der Code so aus:

<link rel="canonical" href="http://beispielurl.de/artikel/" />

Die WordPress SEO Lösung sind Canonicals auf jeder Seite, die auf sich selbst verweisen. Werden durch Affiliates oder Marketer Parameter an eure URLs angefügt, ist für Suchmaschinen klar, dass die original URL ohne Parameter in den SERPs angezeigt werden soll.

Lösung: WordPress SEO by Yoast

Subdomain

Betrifft: Domain-Authority

WordPress wird gerne genutzt, um einen bestehenden Shop um ein CMS zu ergänzen, Content-Marketing und so. Damit sich die beiden Bereiche nicht in die Quere kommen, finden wir in der freien Wildbahn immer wieder WordPress-Magazine auf Subdomains: blog.beispieldomain.de ist schnell eingerichtet und sieht hübsch aus. Nur der SEO meckert, denn wie der Name vermuten lässt, ist die sub-domain sub-optimal. Denn so zahlen eingehende Links und Nutzersignale nicht auf die Hauptdomain ein, sondern auf die Subdomain.

Der Königsweg ist die enge Verzahnung von Content und Shop – alles wie aus einem Guss und eine durchgehend einheitliche Nutzererfahrung. Das ist aufwändig und für viele Seiten nicht praktikabel. Die nächstbeste Lösung ist das Betreiben der Parallelwelt in einem Verzeichnis der Domain: beispieldomain.de/blog/ oder beispieldomain.de/magazin/

Lösung: WordPress in einem Verzeichnis, statt auf einer Subdomain betreiben.


Schritt 6: XML Sitemap

Schritt 6: XML Sitemap

Betrifft: verwaiste Seiten, per robots.txt blockierte Seiten

In der Regel benötigen Suchmaschinen wie Google keine Sitemap, um neue Beiträge auf eurer WordPress-Seite zu entdecken oder die Struktur zu verstehen. Aber für euer Monitoring und zum Aufspüren von Fehlern ist sie sehr hilfreich. Denn während Beiträge meist gut verlinkt sind (Startseite, Kategorie und Schlagworte), können einzelnen Seiten „verwaisen“, wenn ihr sie nicht über das Menü verlinkt.

Die WordPress Sitemap hinterlegt ihr in der Google Search Console. Dort weist euch Google Crawling-Fehler für Seiten aus, die in der Sitemap vorhanden sind. Zudem erstellt Google ein Balkendiagramm mit der Anzahl an Seiten in eurer sitemap.xml und den tatsächlich von Google in den Index aufgenommenen Seiten.

Lösung: WordPress SEO by Yoast

Schritt 7: Theme

Schritt 7: Theme

Für die Suchmaschinenoptimierung trennt sich bei vielen Themes die Spreu vom Weizen. Probleme bereiten euch hier meist die Verwendung von mehreren H1-Überschriften, H3-Überschriften in der Sidebar und sitewide follow-Links im Footer. Entweder ihr passt die Themedateien im Nachhinein an (über ein Child-Theme), oder ihr achtet bereits bei der Auswahl auf ein optimiertes Theme.

H1 Überschriften

Viel zu viele Themes sind so ausgelegt, dass der Webseitentitel auf jeder Seite und jedem Artikel als H1 festgelegt ist. Der Seiten- und Beitragstitel wird dann suboptimal als zweite H1 deklariert. Generell sollte der Webseitentitel nur auf der Startseite die H1 darstellen.

H3 Überschriften in den Sidebar und Footer Widgets

Ähnlich ist es bei den Widgets in der Sidebar und im Footer. Ihr bemüht euch, individuelle Inhalte auf jeder Seite zu erstellen, da wäre es schade, wenn euch die seitenweiten, immer gleichen „Zwischenüberschriften“ einen Strich durch die Rechnung machen.

Praktisch sind individuelle Sidebar-Inhalte, die ihr für jeden Beitrag festlegt. Manche Themes bieten solche Funktionen, bei anderen könnt ihr diese nachrüsten und mit dieser Anleitung von WP-Bistro konfigurieren.

Prüfung: Entwickler-Tools im Browser oder OneProSEO Sitecheck
Lösung: Custom Sidebars

Breadcrumbs

Betrifft: interne Verlinkung, Stärkung der Verzeichnisse, Usability

Die Brotkrumen-Navigation, ähnlich wie wir sie hier auf unserer Seite verwenden, veranschaulicht euren Usern, aber auch Suchmaschinen, die Struktur eurer Seite. Positiver Nebeneffekt: Damit verbessert ihr zudem die interne Verlinkung auf die übergeordneten Seiten. Wenn möglich, wählt ihr ein Theme mit Breadcrumb-Unterstützung. Andernfalls könnt ihr die Brotkrumen auch nachträglich zu jedem Theme hinzufügen.

Lösung: WordPress SEO by Yoast

Optimierung für Mobilgeräte – mobile friendly

Betrifft: Mobile Suche

Wenn ihr eure WordPress Suchmaschinenoptimierung ernst nehmt, geht es nicht ohne Kompatibilität zu Mobilgeräten. Google stellt einen eigenen mobile-friendly Test bereit, den eure Seite bestehen muss. Stellt dazu sicher, dass die JS- und CSS-Dateien eures Themes für den Bot crawlbar sind (nicht über die robots.txt sperren). In der Praxis sind Responsive WordPress-Themes bewährt, da ihr hier in der Regel keine weiteren Konfigurationen wie Useragent-Erkennung vornehmen müsst.


Schritt 8: Generelle Website-Optimierungen

Schritt 8: Generelle Website-Optimierungen

Interne Verlinkung und Link Juice

Die interne Verlinkung zwischen themenverwandten Beiträgen stärkt ihr mit Plugins, die ähnliche Beiträge am Beitragsende anzeigen. Im Idealfall arbeitet das Plugin so gut, dass die Beiträge für eure Leser wirklich relevant sind, und die Verweildauer und Seiten je Sitzung steigen. Die interne Verlinkung optimiert ihr mit Breadcrumbs, wie zuvor im Bereich Theme beschrieben.

Lösung: Automatic Post Tagger, YARPP

Bilder für Suchmaschinen optimieren

Betrifft: Bilder SEO

Praktisch ist die Mediathek in WordPress – eure Zentrale für Bilder-SEO. Dort pflegt ihr einmalig den Alt-Text, das Title-Attribut und die Bildunterschrift (mit der Quellenangabe) ein. Wenn ihr die Bilder später in Beiträge einbindet, sind alle Informationen bereits hinterlegt. Vor dem Upload achtet ihr darauf, die Bilder korrekt zu benennen. Heißt: Eure Seite und die passenden Keywords in den Dateinamen, alles klein schreiben und mit Bindestrichen trennen. Nachträglich könnt ihr die Dateinamen auch in der Mediathek überschreiben.

Lösung: WordPress Mediathek

HTTP und HTTPS (SSL)

Betrifft: duplicate content

Wenn ihr SSL nutzt, stellt sicher, dass eure Seite nur über https erreichbar ist und alle internen Links auf die https-Version verlinken. Um automatisch alle Seitenaufrufe der http-Version auf https umzuleiten, verwendet ihr auf einem Apache-Webserver diesen Code in der .htaccess-Datei:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} !=on
RewriteRule ^ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301]

Damit nur eine Verbindung für alle Requests verwendet wird, fügt ihr zudem diesen Code in die .htaccess-Datei ein:

<ifModule mod_headers.c>
Header set Connection keep-alive
</ifModule>

Lösung: Server-Konfiguration, Better Search Replace

Update: Seit April 2016 liefert WordPress.com alle dort gehosteten Seiten per HTTP/2-Standard und mit SSL-Verschlüsselung aus. Dadurch sind Millionen von Websites sicherer und schneller geworden - beides sind Faktoren, die zu einem besseren Ranking beitragen.

WWW und non-WWW

Betrifft: duplicate content

Das www einer Domain ist eine Subdomain und kann eine ganz andere Seite ausliefern, als die Domain ohne www. (non-WWW). Suchmaschinen betrachten sie deshalb als zwei unterschiedliche Webseiten und eine Quelle von Duplicate Content. Legt beide Domains in der Google Search Console an, und bestimmt dort eure bevorzugte Domain (meist die non-WWW).

Um die „Backlink-Stärke“ beider Domains zu vereinen, setzt ihr einen 301-redirect von der www. auf die non-www. Domain. Auf Apache Webservern nutzt ihr diesen Code in der .htaccess-Datei:

RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www\.(.*)$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://%1/$1 [R=301,L]

Für nginx-Webserver hilft euch diese Anleitung für die Weiterleitung von www auf non-WWW weiter.

Mit dem Tool Better Search Replace stellt ihr sicher, dass eure internen Links in WordPress alle auf die non-WWW Version verweisen.

Lösung: Server-Konfiguration, Better Search Replace

Schritt 9: PageSpeed und Ladezeitenoptimierungen

Schritt 9: PageSpeed und Ladezeitoptimierung

Betrifft: Seitenladezeit, crawling

Google stellt ein Tool zum Messen eurer Ladezeit bereit. Viele der dort bemängelten Punkte könnt ihr in WordPress mit Plugins lösen. Neben den folgenden drei Punkten solltet ihr die serverseitige Komprimierung gzip verwenden.

CDN

Content Delivery Networks (CDN) lohnen sich für große und internationale Seiten. Für die meisten WordPress-Seiten sind CDN irrelevant, da sich sowohl euer Server als auch eure Leser in Deutschland befinden.

Combine und Minify

Das Zusammenführen und Verkleinern von Javascript- und CSS-Dateien verkürzt die Ladezeit merklich. Dabei werden mehreren CSS-Dateien zu einer CSS-Datei zusammengeführt, so dass zwischen Server und Browser nur eine CSS-Datei übertragen wird und dafür nur eine Verbindung notwendig ist. Das Verkleinern bezieht sich in diesem Fall auf das Entfernen von unnötigen Zeichen im Code: Kommentare und Zeilenumbrüche.

Mit dem neuen HTTP2-Standard wird das Zusammenführen von Dateien überflüssig (und ist kontraproduktiv), aktuell aber noch die Empfehlung.

Wenn ihr die Dateien zusammenführt und verkleinert, testet ausgiebig die Funktionen – auch auf verschiedenen Gerätetypen. Denn hier geht schnell etwas kaputt, daher langsam an die optimalen Einstellungen herantasten und die letzte funktionierende Konfiguration nutzen.

Cache

Für WordPress-Seiten ist das Caching der größte Hebel, um die Ladezeit zu verkürzen. Damit erstellt euer Server statische Seiten, die er an die Besucher ausliefert, statt für jeden Besucher die Seite neu zusammenzustellen (aus Datenbank-Inhalt und grafischen Elementen). Die gecachten Seiten werden von eurem Server viel schneller ausgeliefert. Positiv bemerkbar macht sich hier die eingesparte Rechenleistung dadurch, dass eurer Server mit Caching weit mehr Besucher verkraftet als ohne Caching.

Lösung: W3 total cache

Bilder

Beim Upload reduziert WordPress die Qualität von .jpeg-Dateien bereits auf 90%. Noch bessere Ergebnisse erreicht ihr, wenn ihr die Bilddateien zusätzlich „verlustfrei“ optimieren beziehungsweise komprimieren lasst.

Als Faustregel gilt: für Fotos .jpeg und für Logos und Screenshots .png als Bildformat verwenden.

Lösung: WP Smush

WordPress Suchmaschinenoptimierung mit Plugins

Alle hier vorgestellten Einstellungen könnt ihr entweder direkt im WordPress-Backend konfigurieren (URL-Struktur/Permalinks, Bilder SEO), oder über drei Plugins nachrüsten: WordPress SEO von Yoast, YARPP und Automatic Post Tagger.

  1. WordPress SEO by Yoast

    Mit diesem hervorragenden und kostenfreien SEO Plugin für WordPress stellt ihr in wenigen Klicks 80% der oben angesprochenen Optimierungen ein:

    • Archivseiten
    • Breadcrumbs
    • Sitemap

    Wer englisch gut versteht, findet hier weitere Tipps zur Konfiguration des Plugins vom SEO Guru selbst, Joost de Valk.

  2. Automatic Post Tagger

    Der kostenfreie Automatic Post Tagger erspart euch viel Arbeit und erledigt das Verschlagworten eurer Beiträge automatisch. Besonders hilfreich ist die Funktion deswegen, weil ihr damit verschiedene Schreibweisen desselben Begriffs vermeidet und eure Schlagworte „sauber“ bleiben. Auch vermeidet ihr damit, versehentlich Kategorien zusätzlich als Schlagworte anzulegen und dadurch Duplicate Content zu erstellen.

  3. YARPP – Yet another related posts plugin

    Nachdem ihr alle Beiträge verschlagwortet habt, kann YARPP seine Stärken ausspielen. Es durchkämmt alle eure Inhalte und ermittelt themenverwandte Beiträge. Zur Berechnung verwendet das Plugin:

    • den Beitragstitel
    • den Inhalt inkl. der Zwischenüberschriften
    • die Kategorie
    • und die Schlagworte.

  4. W3 Total Cache

    W3 Total Cache ist ein umfangreiches Plugin, für das ihr einige Zeit für die Konfiguration und Optimierung benötigt. Die positiven Effekte auf die Ladezeit sollten euch den Zeitaufwand wert sein, denn das Plugin unterstützt euch bei:

    • Caching
    • Minify
    • Combine
    • CDN

  5. Imsanity

    Mit Imsanity werden übergroße Bild-Uploads auf die „korrekte“ Größe angepasst, die ihr zuvor in den Einstellungen definiert. Einmal eingestellt, vermeidet ihr damit skalierte Bilder in euren Beiträgen.

  6. Better Search Replace

    Die Umstellung von http auf https oder von www auf non-www erleichtert euch das Plugin Better Search Replace, mit dem ihr die URLs in eurer Datenbank serialisiert ersetzt.

    • http zu https
    • www zu non-www

  7. WP Smush

    Grafiken bis 1MB optimiert das Plugin WP Smush automatisch nach dem Upload und reduziert dadurch Dateigröße und Ladezeit erheblich.

    • Bilder komprimieren

  8. WP Page Navi

    Mit WP Page Navi erstellt ihr umfangreiche Paginierungen, mit denen weit mehr Folgeseiten verlinkt werden.

 

 

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WordPress SEO in 9 Schritten! WordPress eignet sich perfekt für professionelles SEO. Unsere Anleitung zeigt euch die wichtigsten Einstellungen.
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